Die Ergéa Deutschland plant Strahlentherapie in Düsseldorf Kaiserswerth

Die Ergéa-Gruppe, ein führender Betreiber medizinischer Einrichtungen im Bereich der onkologischen und strahlentherapeutischen Versorgung, plant einen Neubau einer Strahlentherapie-Praxis auf dem Campus der Kaiserswerther Diakonie in unmittelbarer Nachbarschaft zum Florence-Nightingale-Krankenhaus.

Die Planungsphase ist abgeschlossen, die Baugenehmigung bereits erteilt. Der Spatenstich ist für das zweite Halbjahr 2026 vorgesehen. Im Sommer 2027 soll die neue Praxis ihren Betrieb aufnehmen.

Das Vorhaben soll die regionale medizinische Versorgung insbesondere für Patientinnen und Patienten mit Krebserkrankungen nachhaltig stärken, aber auch Patienten mit gutartigen Erkrankungen sollen mit der Röntgenreiztherapie behandelt werden. Die neue Strahlentherapie-Praxis wird das bestehende Leistungsspektrum des Florence-Nightingale-Krankenhauses ergänzen und über eine moderne medizinisch-technische Ausstattung verfügen. Mit der neuen Praxis entstehen voraussichtlich rund 25 Arbeitsplätze für medizinisches und nicht medizinisches Fachpersonal.

Auf einer Fläche von rund 500 Quadratmetern ist unter anderem der Einsatz eines Linearbeschleunigers von Elekta Evo vorgesehen. Dank integrierter Bildgebung, Atemgating und Echtzeit-Tracking ermöglicht das Gerät eine adaptive Bestrahlung mit schneller und präziser Dosisabgabe, unter anderem mittels SRS/SBRT und RapidArc. Gesundes Gewebe kann dadurch bestmöglich geschont und das Risiko von Nebenwirkungen reduziert werden.

Auch Nachhaltigkeit und architektonische Qualität spielen bei der Planung eine zentrale Rolle. Mit Ausnahme der notwendigen Strahlenschutzkonstruktion wird das Gebäude vollständig in Holzbauweise errichtet. „Wo immer es möglich ist, haben wir das Bauwerk weitgehend CO₂-neutral geplant“, sagt Architekt Thomas Sonnentag.

„Mit dem Neubau in Düsseldorf investieren wir gezielt in die Zukunft der ambulanten onkologischen Versorgung in Deutschland. Unser Anspruch ist es, modernste Technologie mit hoher medizinischer Expertise zu verbinden und so innovative, präzise und zugleich patientenschonende Therapiekonzepte anzubieten“, erklärt Dr. Sandra Röddiger, Co-Vorsitzende und Vorstandsmitglied der Ergéa S.à r.l. sowie Gründungspartnerin der Ergéa Group Deutschland. „Die enge Zusammenarbeit mit dem Florence-Nightingale-Krankenhaus ermöglicht uns eine nahtlose Integration in bestehende Versorgungsstrukturen und schafft einen echten Mehrwert für Patientinnen und Patienten.“

Auch das Florence-Nightingale-Krankenhaus sieht in dem Projekt einen wichtigen Entwicklungsschritt für den Standort. „Die geplante Strahlentherapie-Praxis ist ein bedeutender Baustein für den Ausbau der Gesundheitsversorgung unserer Patientinnen und Patienten“, sagt Dr. med. Holger Stiller, Vorstand der Kaiserswerther Diakonie und Geschäftsführer des Florence-Nightingale-Krankenhauses. „Sie stärkt die onkologische Versorgung in der Region und ermöglicht eine eng vernetzte, interdisziplinäre Behandlung mit kurzen Wegen.“

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